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würbe: dieß sollte unter den zehn Geboten nicht das letzte sein.
Die Uebertrctung dieses Gebotes hat diele unglückliche Ehen gemacht, obgleich die Unglücklichen oft selbst nicht wissen, wie sie um ihre Liebe und häusliche Glückseligkeit gekommen sind. Die Meisten halten sich an die nächsten Ursachen, die aber schon Folgen von einem Fehler waren, den sie für eine unbedeutende Kleinigkeit hielten.
Mir ist in dieser Rücksicht das Geständniß eines meiner Freunde, der gegenwärtig mit seiner Gattin ein sehr unzufriedenes, unglückliches Leben führt, äußerst interessant gewesen. Ich war Zeuge ihrer ersten Liebe. Mehr liebte ich meine Charlotte nicht, mehr warv ich von ihr nicht geliebt, als mein Freund sein trautes Mädchen, als sein Mädchen ihn liebte. Beide waren sich einander werth. Mein Freund hatte Kopf und Herz auf dem rechten Flecke, und in guter Eintracht) seine Braut war schön und tugendhaft, und nicht ohne Geistesbildung. Auch hatte er, da er sein Julchen heirathete, ein Amt, dem er mit Ehren vorstand, und so viel Einkommen, um eine Familie anständig versorgen zu können. Wer hätte nicht die glücklichste Ehe hoffen solle»? und sie ward es nicht.'
Julchen haue bei vieler Gute den kleinen Fehler der Nachläßigkeit und Unsauberkeil im Anzüge, und der brachte sie um die Liebe ihres Mannes, um ihr häusliches Glück, und um manche Tugend. Kann man ihn noch für klein halten?
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