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schastlichen Spaziergänge unterblieben; es verging ihm die Lust, Stunden lang zu warten, bis sich seine Frau angekleidet hatte, oder es behagte ihr nicht, sich eines kleinen Spaziergangs wegen anzukleiden. Gewöhnlich eilte er jetzt vom Mittagstische aus ihrem Zimmer, wo er sonst so gern noch ein Stündchen verweilt hatte. Es traf sich einigemal, daß ihre Freunde sie mit einem Besuche überraschten, und Madame war noch im reizenden Regligv. Das trieb dem Herrn Gemahl das Blut in's Gesicht, und alle Achtung gegen sie ging verloren. Seine Vorwürfe wurden nun bitterer, und ihre Stirn härter. Allmählich entstand — wie das gewöhnlich der Fall ist — aus einer zunehmenden Bernachläßigung des Aeußern auch Bernachläßigung des Innern; der Sinn für das Schöne und Schickliche wurde immer stumpfer; sie erlaubte sich in Gegenwart ihres Gesindes, ihrer Kinder, und selbst ihres Mannes eine Verletzung der weiblichen Delicatesse nach der andern, und ihr Mann verachtete sie jetzt von
ganzem Herzen, und suchte außer dem Hause sich über sein häusliches Ungemach zu zerstreuen. —
Meine Charlotte ist vom frühesten Morgen an bis zum spätesten Abend sauber und nett gekleidet. Zu jeder Tagesstunde mag sie mit seinem Besuche überraschen, wer will; so wie sie jetzt und täglich gekleidet ist, in ihrem schmucklosen, aber reinen leinenen Anzüge, wird sie ihrem Gaste entgegen kommen und ihn bewirthen.
„Aber wie steht's denn mit der Hauswirthschaft? mit der Küche? u. s. w."
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