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ganz dein Gemüth erfülle, und dich für immer unglück­lich mache.

Rosette drückte ihre Schwester an ihr Herz, und benetzte sie mit ihren Thränen. Nanette wurde ge­rührt. Sie dankte für die erhaltene Belehrung und ver­sprach , in Zukunft sorgfältiger über sich zu wachen.

In diesem Augenblicke trat die Mutter in den Gar­ten. Sie sah ihre Töchter in Thränen. Was ist euch? fragte sie; ist euch irgend ein Unfall begegnet?

O nein, antwortete Rosette, wir befinden uns beide ganz wohl!

Wenn man sich wohl befindet, sprach die Mutter, so weint man nicht, sondern freut sich. Es muß etwas unter euch vorgefallen sein.

Rosette, die ihre Schwester schonen wollte, nahm das Wort. Liebe Mutter, sagte sie, wohl kann man auch weinen, wenn man sich glücklich fühlt; die Thrä­nen, die man dann vergießt, sind Freuden- thränen.

Du unterscheidest sehr genau, meine Tochter! ver­setzte die Mutter. Ihr habt also Freudenthränen ver­gossen..

Wir haben uns zum Guten ermuntert, beste Mut­ter! antwortete Rosette.

Wirklich meine Kinder? rief die Mutter freudig aus. O dann kommt an mein mütterliches Herz! Ihr seid meine Kinder! Ihr seid meiner Liebe werth! Gott stärke