Eine Zeit hindurch blieb Nanette ihrem Vorsätze treu. Sie legte auf das, was sie besaß, kein zu großes Gewicht, sie lief und rannte nicht mehr so stark, als sonst, um etwas zu erhäschen, und fing selbst an, aus ihrer Sparbüchse Arme und Nothleidende zu unterstützen. Nanette, sprach daher eines Tages die Schwester zu ihr, jetzt bist du ein ganz anderes Mädchen; du bist um die Hälfte liebenswürdiger als sonst. Fahre nur fort, wie du angefangen hast.
Doch Nanette hielt,die Probe nicht aus; sie sank allmählig in ihren alten Fehler zurück. Der Geiz bemächtigte sich von neuem ihres Herzens, und raubte ihr alle weibliche Liebenswürdigkeit.
Rosette feierte ihren Geburtstag, und bekam von mehrern Freundinnen angenehme Geschenke. Nanette wußte nicht, was für ein Angebinde sie der Schwester reichen sollte. Viel darf es nicht kosten, dachte sie im Stillen bei sich, hat sie mir doch auch nur ein unansehnliches Geschenk gemacht. Sie dachte hin und her,
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euch, meine Töchter, im Guten! Er lasse euch nur an dem Gefallen finden, was schön, recht und edel ist.
Mit einem Herzen voll kindlicher Liebe hingen die Töchter an der Brust der redlichen Mutter. Edlere Gefühle regten sich in ihnen, und der Gedanke an Gott, ihren Vater, erfüllte ihr Innres. Gerührt und mit frommen Vorsätzen verließen sie den Garten.

