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und seiner zu spotten. Alles dieß, versicherte sie, thäte sie, nicht um ihren Mann zu quälen, sondern um seine Treue und Anhänglichkeit auf die Probe zu stellen. Die Leichtsinnige! sie berechnete die üblen Folgen nicht, die solch' eine Handlungsweise nach. sich ziehen mußte. Ihr Mann, um sich zu zerstreuen, besuchte öffentliche Häuser, und wollte durch den Genuß starker Getränke sein« Sorgen und seinen Verdruß betäuben und ersticken. Er wurde ein starker Weintrinker, und machte große Schulden. Auf einmal war er verschwunden. Nach drei Jahren lief ein Brief aus Holland ein, daß er an der Lungenentzündung gestorben sei.
Ernestine hatte sich bereits der Zerstreuung ganz ergeben, und sich durch Ueppigkeit und Schwelgcrei über die Urtheile hinwegzusetzen gesucht, die über sie gefällt wurden. Ihr Vermögen war in wenigen Jahren dahin. Verachtet starb sie in einem Spitale.

