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Henriettens Seele erhob sich zum Schöpfer der Erde, und eine stille Heiterkeit ergoß sich in ihr Herz. Sie sang mit Seelenfreudigkeit folgendes Lied, das sie
bor Kurzem kennen gelernt hatte:
Der du mit Weisheit, Stärk und Pracht *
Im Unermeßlichen gebauet!
Auch mich hat deine Hand gemacht;
Du hast mein Schicksal überschauet;
Und mich, o Herr, ans Werk gestellt, (
Um hier, in ungezählten Lagen,
Zum Bau der großen Geisterwelt Das Meine wirksam beizutragen.
Laß, meiner Pflichten eingedenk,
Mich treulich an der Arbeit bleiben.
Die du mir zugetheilt, und schenk'
Mir Kraft, dein edles Werk zu treiben.
Gieb, daß ich Alle schwesterlich Mit reiner Menschenlieb' umfasse;
Dein Beispiel, Herr! beseele mich,
Daß ich selbst meinen Feind nicht hasse.
Gib mir ein lasterfreies Herz,
Bernunft und Mäßigung in Freude!
Im Unglück Trost, Geduld im Schmerz,
Und Muth, wenn ich vom Leben scheide. *
Noch nie hatte sich Henriette in einer so wohlthätigen, frohen Stimmung befunden. Sie setzte sich an einer klaren Quelle nieder, und erblickte in derselben ihr Bildnis. Ach, seufzte sie, das, was ich in dem

