Hochzeit, die mit Prunk gefeiert worden war.

Was alle Verständigen dem neuen Ehepaare vor­ausgesagt hatten, traf ein. Ihre Ehe war ungemein glücklich. Henriette fand mehr als sie erwartet hatte; denn ihre Erwartungen waren gemäßigt. Mit Achtung und Liebe umfaßte sie ihren Gatten und seine Aeltern; eifrig suchte sie ihm die Lasten seiner Arbeiten zu erleich­tern, und ihm das Leben angenehm zu machen; emsig betrieb sie das Hauswesen, behandelte mit Sanftmuth das Gesinde, und Jeden mit Gefälligkeit, der sich ihr nahte. Bald sah sie sich im Besitze der Hochachtung und Freund­schaft vieler guten Menschen, und fühlte sich dabei froh

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Der Vermählungstag war für Henriette und ihre Tante ein Tag der Freude. Er wurde ohne großes Geräusch gefeiert. Nur die nächsten Anverwandten und einige vertraute Freunde nahmen Theil daran. Alle waren heiter gestimmt, Alle von Einem Geiste beseelt. Ein wohlzubereitetes Gastmal und ein kleiner Familienball machten das ganze Fest aus; aber es fand dessen ungeach­tet mebr Fröhlichkeit dabei Statt, als bei Carolinens

und glücklich.

Langermann wußte sein Glück zu schätzen; er sah es ein, welch' ein unschätzbares Kleinod er in seiner Gattin besitze, und seine Liebe zu ihr nahm mit jedem Tage zu. Beide beeiferten sich, einander durch Anhäng­lichkeit und Gefälligkeit zu übertreffen. Sie bauten sich einen Himmel auf Erden.