Villar. Noch nie habe ich euch unmuthig gesehen, nie eine Klage von euch gehört. Immer seid ihr heiter immer zusrieden.

Ich thue nicht gern etwas, was zu nichts hilft! sprach Lafsord. Mißmulh und Aerger bringen uns nicht weiter, und Klagen ändern unsern Zustand nichc. Wozu sollt ich mich also grämen und beklagen!

Glücklicher Mann! rief Villar. Daß ich mich dessen rühmen könnte! Mich drücken die Sorgen des Le­bens schwer danieder; oft ist mein Herz voll Mißmuth, ohne daß ich die Ursache davon weiß; kleine Unfälle kön­nen mir bisweilen auf mehrere Tage lang meine Zufrie- denheit rauben, und es scheint mir, als wär' eS besser ich läge unter der Erbe, und schliefe den ewigen Schlaf.

Nicht doch! nicht doch! versetzte Lafsord. Leben müßt ihr, guter Freund! ihr müßt nur das Leben von der freundlichen Seite ansehen; dann wird es euch lieb werden.

Aber wie kann ich das? erwiederte Villar. Wer lehrt mich die Kunst, zufrieden und froh zu leben?

Die ist nicht so schwer! entgegnete Lafsord, denn sie ist einfach.

Und besteht?

Und besteht darin: daß man immer nützlich

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Aber glücklicher seid ihr, versetzte Villar, als tau­send Andere, die vornehm und reich sind.

Ich bin zufrieden! sprach jener, mehr verlange ich

nicht.

Und eben darum möcht' ich euch beneiden! erwiederte