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terin gegen sich erzürnt haben könnte; aber sie konnte die Ursache davon durchaus nicht ergründen.
Die Dame veränderte mit Einemmale ihr sonst artiges Betragen gegen Antoinetten, und wurde offenbar gleichgültig, mißtrauisch und rauh gegen sie. Ihre unschuldigsten Handlungen wurden getadelt, jeder ihrer Schritte mit mißtrauischen Blicken beobachtet, und an allen ihren Arbeiten bald dieses, bald jenes ausgesetzt.
Diese Spannung zwischen Antoinetten und ihrer Frau wurde für jene bald sehr drückend, und sie faßte den Entschluß, Paris zu verlassen, und zu ihren Aeltern zurückzukehen. Ihre ehemalige Heiterkeit und Freundlichkeit ging verloren; innrer Mißmuth drückte sich auf ihrem Gesichte aus, und eine gewisse Aengstlichkeit offenbarte sich immer, wenn sie sich in der Nähe ihrer Frau befand. Sie besorgte jedesmal neue Kränkungen.
Antoinette kündigte endlich ihrer Frau an, daß sie, sobald als möglich, ihr Haus zu verlassen wünsche. Sie werde, sprach sie, so sehr wieder zu ihren guten Aeltern hingezogen, daß sie unmöglich länger in Paris weilen könne.
Ihre Frau nahm diese Erklärung mit Unwillen aus. Zu ihrer Hitze rief sie aus, Antoinette könne, wenn es ihr gefiele, noch heute ihr Haus verlassen.
Antoinette empfand die Kränkung tief, die in diesen Worten lag. Sie packte ihre Sachen zusammen, und wollte den Tag darauf ein Haus verlassen, in welchem sie so ungerecht behandelt wurde.

