Nachhauscfahren, zu größerer Sicherheit, in die Tasche ihres Kleives gesteckt. Antoinette mußte an diesem etwas ausbessern, und es hierauf einer Wäscherin übergeben. Unglücklicherweise vergaß sie, den Schmuck aus der Tasche zu nehmen. Er blieb in dem Kleide, und wurde von der Wäscherin gefunden.
Die Wäscherin wurde durch den kostbaren Fund überrascht. Sie glaubte, man werde nach demselben sogleich schicken. Als dieß nicht geschah, wurde sie lüstern danach. Zwar lehnte sich ihr Herz gegen diesen Diebstahl auf; aber der böse Geist des Eigennutzes gaukelte ihr vor, wie leicht sie eine reiche Frau werden könne, wenn sie diesen kostbaren Schmuck verkaufe; ihr Gewissen wurde betäubt; sie versteckte die Diamanten, und wollte sie, wenn man nach denselben früge, verläugnen.
Antoinette war mit allen ihren Angelegenheiten fertig. Sie wollte eben das Haus ihrer Frau verlassen, als iefc in ihr Zimmer trat, und sie fragte: wo sie den brillantenen Kopfschmuck hingelegt hätte, der sich in dem bewußten Kleide befunden habe.
Antoinette wußte sich daran nicht zu erinnern, und da die Anfrage der Frau mit ihrem gegenwärtige» innerlichen Zustande so wenig in Uebereinstimmung stand, wurde sie etwas verlegen, besonders als ihre bisherige Gebieterin in hartem, kränkenden! Tone erklärte, daß sie
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Den Tag vorher, als Antoinette ihrer Frau ihre Dienste aufkündigte, war diese in großer Gesellschaft gewesen, und hatte ihren brillantenen Kopfschmuck beim

