Johann Herzing seinem Geburtsorte. Er reiste als ein reicher Cavalier, und wurde überall mit ausgezeichneter Achrung behandelt. Sein Herz war gut geblieben, und zog ihn mächtig zu seinen armen Aeltern hin. Inniglich freute er sich auf ihr Wiedersehen, und beschloß, sie zu überraschen. Er wollte als ein reisender Offizier sich bei ihnen einquartieren, sie in Rücksicht ihrer Gesinnungen gegen den Sohn ausforschen, und sich ihnen dann zu erkennen geben.
Johann Herzing kam in das Dorf Liebau, und vernahm, da er sich schon hier um das Befinden seiner Aeltern erkundigte, daß seine Schwester hier verheirathet
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Ach, diese Hütte — sie ist klein, alt, baufällig, aber sie liegt mir sehr am Herzen. In ihr hat mein Vater, mein Großvater, mein Urgroßvater gewohnt; o wenn ich nur diese erhalten könnte! Ich kann daran nicht denken, daß ich sie verlieren soll.
Dieser Wunsch sollte unerfüllt bleiben. Dem alten Herzing wurde vom Gerichte bedeutet, daß, wenn er binnen vier Wochen nicht zahle, sein Haus an den Meistbietenden verkauft, und mit der Kaufsumme seine Schuld getilgt werden sollte. Margarethe jammerte, Herzing schlich mißmuthig umher, und wünschte nicht länger zu leben. Er suchte hie und da Geld zu erhalten, wurde aber überall zurückgewiesen. Noch zwei Tage, und der Zahlungstermin war verflossen, die Hütte nicht mehr sein.
Gerade zu dieser Zeit nahte sich der brave Sohn

