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deren Gesicht tiefer Gram zu lesen war, sehr gerührt. Kaum konnte er sich enthalten, ihnen zu sagen, wer er sei. Er , bat sie mit aller Artigkeit, sich durch ihn nicht stören zu lassen, und erkundigte sich um ihr Befinden. Bei der Frage, ob sie keine Kinder hätten, erzählte ihm der alte Herzing die Geschichte seines Sohnes, und Margarethe drückte ihren Schmerz darüber, daß sie von ihm nichts erführen, mit einer so mütterlichen Liebe aus, daß Johann sich umwandte, und seine Augen trocknen mußte. Er tröstete sie mit der Hoffnung, daß ihr Sohn einmal unverhofft zu ihnen zurückkehren, und sie aus dem üblen Zustande reißen könne, in welchem sie sich gegenwärtig befänden.
Auf die Frage, ob Johann sich lange in Linse- nau aufhalten werde, antwortete er, daß er morgen ftüh- zeitig wieder abreisen wolle. Er packte seinen Koffer zum Theil aus, und legte mehrere gefüllte Geldbeutel, die sich darin befanden, auf den Tisch. Der alte Herzing sah sie, und das Gold, welches durchftinkelte, wirkte nicht nur auf sein Auge, sonder auch auf sein Herz. Der Gedanke, daß ihm mit einem Theile davon für immer geholfen wäre, ergriff seine Seele, und eine lasterhafte Lüsternheit bemächtigte sich seines Gemüthes. Schrecklich erschien ihm die Zukunft, als er daran dachte, daß er nach zwei Tagen ohne Wohnung, und entblößt von allen Bedürf- niffen des Lebens, in der Welt hcruniirren werde, reizend waren dagegen die Bilder, die ein böser Geist ihm vorgaukelte, wenn er sich in dem Besitz eines jener Beutel

