und uns gleichsam in diese Welt der Prüfung und Vor­bereitung einbürgerten! Wohl dem, der sich der lange nicht gesehenen Heimath, so wie Herzing, mit dem Ge­danken nähern kann, daß er die Zeit der Abwesenheit wohl angewandt, sich Verdienste, Liebe und Achtung er­worben, und in fernen Landen seinem Geburtsorte Ehre gemacht habe.

Herzing erreichte -Linsenau. Das Dorf hatte keinen Gasthof. Herzing ersuchte daher den Dorfrich­ter, ihn in ein Privathaus cinzuquartiren. Der Richter war hiezu gleich bereit, und schlug dem reisenden Offi­ziere Häuser vor, in denen er noch die meiste Bequem­lichkeit finden könnte. Dieser aber bestand darauf, in des alten HerzingS Haus geführt zu werden, wo er übernachten wollte. Der Richter zuckte die Achseln, und stellte ihm vor, daß er bei Herzing übel wohnen, und alle Bequemlichkeit vermissen werde, indem der Mann sehr arm sei, und übermorgen seine Wohnung wohl ver­lieren dürfte. Doch Johann bestand darauf, daß man ihn bei Herzing einquartiere. Der Richter ließ ihn daher hinführen.

Der alte Herzing wurde durch die Ankunft des angesehenen Gastes nicht wenig überrascht. Er wußte es sich nicht zu erklären, wie er zu der Ehre käme, ei­nen solchen Kavalier bei sich zu beherbergen. Marga­rethe that sehr geschäftig, und räumte mit weiblicher Emsigkeit in der Stube auf. Johann wurde durch den Anblick seiner so lange nicht gesehenen Aeltern, aus