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ihr heranreifenden jungen Mitchristen, gesetzter, ernster und reifer werden! Ihr werdet mit weiser Mäßigung und edler Bescheidenheit eure Freuden genießen, wenn ihr den Frühling von einer neuen Seite betrachtet, und mit eurer Jugend auch in dieser Hinsicht in Verbindung bringt.

Der Frühling ist nämlich auch vergäng- lich. Nicht ewig währt die Milde des Lenzes mit sei­ner Anmuth und Schönheit; das frische Grün der Ge­wächse wird matter und welker, wenn die heißen Son­nenstrahlen sie berühren; Alles in der Natur nimmt dann eine ernstere, weniger freundliche Gestalt an; hef­tige Gewitter erschrecken Menschen und Thiere, und die drückende Hitze der Sommermonate bringt Ermattung und manche daraus entspringende Unbequemlichkeiten hervor. Wie lange wird es noch währen, so ist der dießjährige Frühling, den wir kaum erst bewillkommt haben, dahin, und wir treten in den schwülen, heißen Sommer. Ist der Frühling nicht auch in dieser Hinsicht ein bedeu­tungsvolles Bild der Jugend?

Ich sehe um mich, und erblicke fast lauter christ­liche Brüdcr und Schwestern, die mit einem großen Dich­ter ausrufen müssen; D e s L e b e n s F r ü h l i n g blüht nur Einmal; mir hat er abgeblüht!" Dahin, dahin sind die schönen Jahre der Freude, der kindlichen Unbefangenheit, der süßesten Hoffnungen, der Sorglo­sigkeit! O wohl allen denen, die, wenn gleich mit einer stillen Wehmuth, doch mit Zufriedenheit »ud einem rei-