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Ach, nur wenig' schöne Stunden Lebest du,
Frühling! bald bist du verschwunden Und dein Auge schließt sich zu.
Menschen, seht im flücht'gcn Lenze Wie geschwind
Jugend, Schönheit, Reiz und Kränze Hingewelkt und nicht mehr sind.
Wollt auch ihr, wie Frühlingstage,
Flüchtig sein?
Soll mit jedem Stundenschlage Sich nicht euer Lenz erneun?
O wählt dauerndes Gepränge,
Denn ihr könnt's;
Lugend macht die Lebenslänge Und die Ewigkeit zum Lenz.
Ihr werdet sie weise benutzen, die Zeit eurer Jugend, wenn ihr den Frühling von einer neuen Seite betrachtet, und dabei zugleich auf die Jugend Rücksicht nehmet.
Der Frühling ist nämlich drittens die Zeit der Entwicklung aller Naturkräfte, die Zeit des Säens und Pflanzens, ihm gleichen dann, in Hinsicht auf die Ernte, der Sommer und der Herbst. Wer im Frühlinge die Entwicklung der Naturkräfte verhindert, vernichtet dieselben fast ganz, und wird sie späterhin nur mit Mühe und nicht vollkommen zur Entwicklung bringen. Wer die

