mit Speciesthalern, und machte ihn darauf aufmerksam. Er öffnete es, lächelte freundlich über den Silbcrschatz, und dankte der Mutter. Aber den Tag darauf ließ ihn der Anblick der Thaler gleichgültig, und als ihn der Va­ter fragte, was er mit seinen Capitalien anfangen werde, antwortete er kalt: er achte ihrer nicht, die Mutter könne sie zurücknehmen. Ein Gleiches geschah, als ihm die Mutter ein Jahr darauf eine goldene Dose mit Ducaten gefüllt zum Angebinde schenkte.

Julius schwelgte im väterlichen Hause in den aus­gesuchtesten Genüssen; Alles, was das In- und Ausland Kostbares und Lcckerhaftes darbot, war ihm bekannt; er durfte nur ein Wort sprechen, und das Beste, Schmack­hafteste stand ihm zu Gebote. Viele beneideten sein Glück die Thoren, als wenn Ueberfluß wahres Glück verschaffen könnte! Sie ahndeten nicht, wie übel Ju­lius mit sich selbst daran , war, sie kannten nicht die Leere seines Herzens, das stumpfe Gefühl, das ihn bei ven angmehmsten, glänzendsten Zerstreuungen des väter­lichen Hauses gleichgültig ließ, den Ueberdruß, der sein

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selbst an den schönsten Sachen keinen Gefallen mehr. An seinem zehnten GeburtSrage wollte ihm die Mutter mit einem ungemein netten Kästchen eine Freude machen, das aus England verschrieben worden war, und mehrere Ducaten kostete; allein Julius nahm es ziemlich gleich­gültig auf, stellte es zu seinen übrigen Kostbarkeiten, und sah es diesen Tag nicht mehr an. Die Mutter, um ihn für das Geschenk zu interessiren, füllte daS Kästchen