Leben.

Julius darbte im Ucberflusse es ging ihm wie Denjenigen, die mit überfülltem Magen an einer wohlbesetzten Tafel nicht Vergnügen an den kostbaren Gerichten, sondern Ekel vor denselben empfinden. Er war geistig und leiblich übersättigt geistig und körperlich stumpf geworden, und in jenem traurigen Zustande, in welchem man Welt, Menschen und Leben bis zum Ueber- drufse fade und leer findet, und sich nach Vernichtung sehnt. Langsam schlichen ihm die Tage des freudenlosen Lebens dahin, und er, der Alles, was die Erde Schönes darbietet, im Ueberflusse batte, klagte in seinen ältern Jahren bitterlich über die Flachheit und Reizlosigkeit des menschlichen Daseins. '

Die Aeltern das übersättigten Julius waren mit der Kälte und Gleichgültigkeit ihres Sohnes sehr unzu­frieden. Den Grund davon suchten sie in einem' körper­lichen Uebel; ach, er lag viel tiefer, er lag in einer un­vernünftigen Erziehung, und in der thörigten Gewohn­heit, den Sohn mit angenehmen Genüssen zu überhäu-

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Inneres erfüllte, und seine tiefe Abneigung gegen das

fen, statt ihn zur Mäßigung und Beherrschung seiner selbst anzuhalten. 4

Der alte Weinhold machte bis zu seinem Tode als Großhändler die wichtigsten Geschäfte, ließ sich kurz vor seinem Ende adeln, und hinterließ große Reichthü­mer. Clementine starb bald nach ihm, und Ju-

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