Welt zu genießen war, hatte er bereits genossen; für ihn schien es nichts Neues mehr zu geben, und was auch immer Diejenigen, die als alte Bekannte sein Haus besuchten, vorschlagen und zu seiner Aufheiterung aus- dcnkcn mochten, ihn rührte nichts mehr — an nichts auf Erden konnte er mehr Geschmack finden. '
So verstrichen ein Paar Jahre. Er näherte sich den dreißigeu, und ward des Lebens mit jedem Tage übcrdrüßiger. Mau rieth ihm, sich durch eine Reise nach Italien zu zerstreuen, und er ließ sich bewegen, sie anzutreten. Kaum hatte er aber zehn Meilen zurückgelegt, als er seinen Entschluß änderte, und nach seinem Wohnorte umkehren ließ.
Unter seinen Bekannten war der junge Baron von Blumen au unstreitig der vernünftigste, würdigste Mann. Seine Geschäfte erlaubten ihm indeß nur selten, den unglücklichen Julius zu besuchen. Aber allemal bot er
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lius sah sich im Besitz eines Vermögens, wie es im ganzen Lande kein Privatmann ausweisen köünte.
Aber all' diese Schätze machten den reichen Julius nicht glücklich. Alles sinnlich Angenehme, was in der
seine Kräfte auf, ihn aufzuheitern, und ihm von dem menschlichen Leben eine freundliche Ansicht beizubringen. Vergebens! Julius war seines Daseins überdrüßig, und wünschte sich den Tod; nur in manchen Augenblik- ken schien er neu aufzuleben, aber bald versank er wieder in seine vorige Gleichgültigkeit.

