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So sehr nun auch dieses alles Julien in hohem Grade mißfiel, so gewöhnte sie sich doch allmählig daran, und ehe sie es merkte, hatte der Umgang mit jenen Mäd- chen den nachtheiligsten Einfluß auf ihr Herz geäußert. Sie wurde in ihrem ganzen Wesen freier und ungestümer; die stille, einfache Lebensart, die in des Vaters Hause herrschte, gefiel ihr nicht mehr so sehr, als sonst; sie wünschte kostbarere Kleiver, und war unzufrieden, wenn sie in manchen Stücken eingeschränkt, und ihre Wünsche nicht befriedigt wurven.
Herr von Wallstein war ein viel zu vernünftiger Mann, als daß er die plötzliche Veränderung seiner Tochter nicht bald hätte bemerken sollen. Er fühlte darüber innige Betrübniß, ließ dieses Julien deutlich genug merken, und sann im Stillen auf Mittel, sie zu erforschen, und auf den rechten Weg, den sie verlassen hatte, zurückzuführen.
Der gute, redliche Vater fand sich dieses Geschäftes bald überhoben. Julie befand sich eines Sonntags wieder in jener Gesellschaft. Es fiel darin manches vor, was ihr unangenehm war, und sie in ihr Inneres zurückschreckte. Sie wurde nachdenkend. Män spottete ihres Ernstes. Dieß schmerzte sie tief. Sie zog sich in einen einsamen Winkel zurück, ging in sich, und konnte sich nur mit Mühe der Thränen enthalten. Das Bilv ihrer verewigten Mutter schwebte vor ihrer Seele. Ein heiliger Schauer durchvrang ihre Brust. Sie entfernte sich aus der Gesellschaft. Mit beklommenem Herzen eilte sie
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