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derselbe von einem Frauenzimmer in des ObcrforstmeisterS Langermann Hause herrühre.

Gute,, treffliche Henriette! rief Holm er aus, man erkennt in dem herrlichen, liebevollen Tone der Schrift ganz dein weiches, edles Herz. O hätte deine Schwester nur die Hälfte deiner Bildung, es wäre mir unendlich lieber als alle ihre äußeren Reize!

Noch an diesem Tage schrieb Holmer an Hen­rik tte:Ihr Aufsatz, theure Freundin so hieß es unter andcrm in dem Briefe ist trefflich geschrieben. Er kam Ihnen aus dem Herzen, und ging zu Herzen. Alle, denen er in Sonnenthal mitgetheilt wurde, lasen ihn mit Theilnahme und inniger Rührung, und Jeder trug gern nach Kräften zur Unterstützung der armen Fa­milie bei. Nur wer ein gefühlvolles, edles Herz besitzt, , wie Sie, kann so rührend, so herzlich schreiben."

Henriette las mit Vergnügen Holmers Brief. Er schien ihr ein Vorbote der Aussöhnung bciver Gatten. Sie eilte, den Irrthum zu berichtigen, in welchem Hol- mer stand.Nicht ich, schrieb sie ihm, bin Verfasserin des Aufsatzes, sondern Caroline, Ihre verlaßne Gattin. Mit Eifer liegt sie nützlichen Wissenschaften ob, und Sie werden sie in Rücksicht ihrer Geistesbildung bis zur Un­kenntlichkeit verändert finden. Kommen Sie, und sehen Sie selbst. Einst war Caroline ein leichtsinniges Ge­schöpf, unwerth der Liebe eines Mannes, wie Sie; jetzt ist sie eine liebenswürdige Frau, die Ihre Achtung und Ihr ganzes Wohlwollen verdient."