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Holnler beschloß, Henriettens Einladung endlich einmal zu folgen. Er reiste nach Freiwalde», wo Langermann lebte. Nicht ohne unruhige Besorgnisse trat er in sein Haus. In der Küche, durch die er gehen mußte, erblickte er Car olinen in einem einfachen, bescheidnen Gewände. Sie reinigte eben den Salat, ven sie bereiten wollte. Holm er hatte sie noch nie bei einer solchen häuslichen Beschäftigung gesehen; sie erschien ihm dabei als eine Frau, der so ein Geschäft gut kleidet. Caroline war betroffen, als sie Holm er erblickte. Beschämt schlug sie ihre Augen zur Erde, und eine sanfte Nöthe überzog ihr Gesicht. Holm er sah sie mit einer Miene an, die zu sagen schien, als wenn er nicht wüßte, wie er sich gegen sie zu benehmen habe. Endlich reichte er ihr die Hand. Sie ergriff sie, drückte sie mit Innigkeit, und sank weinend an seine Brust. Holm er konnte kaum die Thränen unterdrücken, die sich in seine Augen drängten. Caroline! sprach er mit sanfter, gebrochener Stimme, wir würden wohl schwerlich so verlegen hier stehen, wenn ich dich nur Einmal so häuslich als heute gesehen hätte!
Lieber, trefflicher H o l m e r! erwiederte fie, du hattest Recht, daß du mir deine Achtung und Liebe entzogst; ich verdiente sie nicht; ich wußte so wenig den Werth eines so würdigen Gatten zu schätzen; Nichtswürdigkeiten hing ich nach, und übersah das Bessere. Verzeihung, Holmer! Verzeihung! Jetzt denke ich anders, und du wirst, hoffe ich, deine Meinung von mir auch ändern.

