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in bunter Abwechselung, fruchtbare Aecker mit wallende» Saaten, Wieselt voll fetter Gräser, Hügel mit Reben und blühenden Obstbäumen bedeckt, grünende Wälder, muntere Vieheerden, hie und da fleißige Menschen, Bäche und kleinere Flüsse; über sich den reinen, azurnen Himmel mit der freundlichen Sonne, die über die Erde Leben, Milde und Freude goß, und Antoinettens Seele freute sich, und erhob sich still zu Dem, der all' diese Schönheit schuf. Betrachtend stand neben ihr der geliebte Vater. Er sprach kein Wort. Die Tochter faßte liebreich seine Hand. Vater, sprach sie, es ist heute ein herrlicher Tag; die Gegend gleicht einem Paradiese.
Meine Tochter, erwiederte der Vater, und diese schöne, reizende Gegend wirst du morgen verlassen.
Antoinette war gerührt. Es stürzten Thränen über ihre Wangen. Sie wollte reden, aber die Sprache unterlag der Macht der Empfindung.
Meine Tochter! fuhr der Vater fort, nimm meine herzlichsten Wünsche auf deine Reise mit. So wie die Schönheiten der Natur jetzt dein Herz ansprechen, müssen sie dich immer rühren. Nur wer reines Sinnes ist, kann sich derselben freuen. Antoinette, meine Tochter! lebe so, daß du immer mit unbefangener, heisrer Seele in die Natur blicken kannst.
An der Brust des verehrten Vaters gelobte die Tochter, immer gut und fromm zu sein, nie von dem Wege des Rechten zu weichen, nie die Liebe ibreS irdischen und himmlischen Vaters zu verscherzen.

