rade dann sollte er seinen Werth erst suhlen, und alles Ungemach, im Gefühl dieses Werthes, standhaft ertragen.

Es giebt einen Gott, sollte er in solchen Tagen zu sei­ner Beruhigung denken, der in das Verborgene sieht, und die Unschuld beschützt."

In Antoinettens Herzen regte sich bei der Rück- erinnerung an solche Reden des Vaters ein stärkendes, religiöses Gefühl. Ihr Glaube an Gott und ihr Ver­trauen auf ihn brachte süßen Trost und stillen Friede» in ihre reine Brust.

Die gerichtliche Untersuchung zog sich in die Länge, und wurde mit aller Strenge betrieben. Leider geschah dieß in einer Zeit, wo das menschliche Leben von den Dienern der Gerechtigkeit nicht so hoch geachtet, und Ver- urtheilung zum Tode durch ängstlich gewissenhafte Rück­sichten nicht so erschwert wurde, als in unsern menschen­freundlicheren Tagen.

Endlich kam es zum richterlichen Spruch. A n t o i * nette hatte nichts bekannt, und konnte nichts bekennen. * Aber der Schein zeugte gegen sie; die strengen Richter urtheilten nach dem Buchstaben des damals noch sehr strengen Gesetzes. Antoinette ward, als Entwende- rin des Schmucks, zum Tode vcrurthcilt.

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sie etwas ruhiger wurde, erinnerte sie sich an manche Rede des Vaters. Der Mensch hatte sie ihn mehr­mals sprechen hören ist oft das Spiel ungünstiger Umstände, unverdienter, schmerzlicher Unfälle. Aber ge­