rere thaten dieß. Der Stein kam auch an den Mörder. Dieser erbebte. Er wollte den Stein empor heben, aber ' seine Kräfte versagten ihm den Dienst; er ließ ihn bebend fallen. Alle sahen den Zitternden mit Bestürzung an; er fiel auf seine Kniee, und bekannte sein Verbrechen.

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liche Betrachtungen versenkt, und fuhr zusammen, wenn sie ein Geräusch vernahm.

Ihre innerliche Unruhe verrieth sich aber besonders bei folgender Gelegenheit.

Sie befand sich eines Abends in Gesellschaft einiger Bekannten, unter welchen sich auch ein wackrer Alter be- ' fand. Es wurde von Antoinetten und von Hinrich­tungen gesprochen, und manche schauerliche Geschichte er­zählt. Der Alte erzählte Folgendes:

In einer kleinen Gemeinde wurde einmal ein Mord verübt. Eine Zeitlang blieb der Thäter unentdeckt. Der Obrigkeit aber lag viel daran, daß er aufgefunden werde.

Der Geistliche bekam den Auftrag, die Gemeinde- glieder in der Kirche zusammen zu berufen, Als dieß geschehen war, trar ein ehrwürdiger Rathsherr in den Kreis der Versammelten, und hielt eine so eindringliche Anrede an sie, daß Viele zu Thränen gerührt wurden. Endlich zog er den Stein hervor, mit welchem der Mord verübt worden war, und sagte mit Nachdruck: damit sich jeder von euch von der Mordthat reinige, so nehme je­der den Stein, hebe ihn empor, und betheure bei Gott, daß er unschuldig sei an dem vergossenen Blute. Meh-

Das alles machte das Gewissen.