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Herz. Sie zerfloß in Thränen, und fühlte sich erleichtert. Jetzt erhob sie sich, und schwankte nach dem Gerüste. Den Zuschauern pochte mächtig das Herz; alle nahmen den lebhaftesten Antheil an ihr, und wünschten, daß sie k begnadigt werden möchte. Doch dazu war keine Hoffnung. In wenigen Minuten sollte ihr Haupt unter dem Schwerte fallen. Ein heimliches Grauen überfiel alle Zuschauer.

In dem entscheidendsten Augenblicke, in welchem An­toinette bereits das Schaffet besteigen wollte, erhob sich ein Geschrei unter dem versammelten Volke. Hört! hört! riefen viele Stimmen aus.

Welch' eine Scene! Die Wäscherin, die den dia- mantnen Kopfschmuck verheimlicht hatte, kam, getrieben von dem erwachten Gewissen, mit dem Kleinode herbei. Mit wilder Eile drängte sie sich durch die Haufen der Zuschauer, hielt die Diamanten empor, und rief in schreck­lichem Tone:Mich, o Henker, morde! Antoinette ist unschuldig! ich bin die Verbrecherin! Ich will nicht länger leben! Es brennt, es brennt in meinem Innern! mein Gewissen! mein Gewissen!"

Alle, welche diese Worte vernahmen, und die wil- ^ den Geberden des Weibes erblickten, wurden betroffen, und riefen endlich laut: Antoinette ist unschuldig, sie lebe !

Sie lebe! sie lebe! hallte es durch die ganze zahl­reiche Versammlung. Die Wäscherin sank vor den ob­rigkeitlichen Personen, die A n t o i n e t t en aus den Richt-

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