te sehr tauschte sich die muthvolle Frau! Der Wald, in welchem man fuhr, war zu Ende. Beim Herausfahren aus demselben hörte sie Plötzlich einige Flintenschüsse fallen. Um ihren Wagen Pfiffen mehrere Kugeln. Sie ließ sich durch Schrecken nicht betäuben, sondern faßte sich auf eine weiblich männliche Weise. Das erste, was sie that, war, daß sie nach den Pistolen griff, um sich, falls es nöthig wäre, mit Muth zu wehren. In diesem Augenblicke sah sie sich von einigen Reitern umringt. Der Anblick derselben machte sie stutzen. „Aus- gestiegen, Madame!" rief einer von ihnen, in einem
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angefallen würde, nur auf die Treue eines Bedienten, auf den Widerstand ihres durch die Krankheit ganz geschwächten Sohnes aber durchaus nicht rechnen durfte; allein dieß hielt sie von der Fortsetzung ihrer Reise nicht ab; viel baute sie auf ihren eigenen Muth.
Man erreichte die gefährlichsten Stellen des Wegs; es ließ sich kein Insurgent blicken. Run sind wir geborgen, sprach sie, als dieselben zurückgelegt waren. Wir kommen bald an die Vorposten der Nationaltruppen; in ihrer Nähe haben wir nichts mehr zu besorgen.
zwar befehlenden, aber nicht zu rauhen Tone.
Sie weigerte sich, dem Befehle zu gehorchen. „Es ist mir nicht möglich auszusteigen, spach sie, ein Sterbender liegt neben mir; er ist meiner Sorgfalt anvertraut, ich kann ihn in seiner Ruhe nicht stören."
Schon gut! riefen die Reiter, aber sagen mußt du uns, wer der Sterbende ist, der an deiner Seite liegt.

