Schrecken gesetzt habe»; auf das niuthige Weib niachte sie eine entgegengesetzte Wirkung. Sie faßte sich, und ihre vorige Unerschrockenheit kehrte wieder. Sich an ihren Sohn anschmiegend, bedeckte sie ihn mit ihrem Körper, und zählte ihre Feinde. „ Es sind ihrer nur n e u n," sprach sie zu ihrem Bedienten, der neben ihr im Wagen saß, „wir wollen uns wehren!"
Wirklich setzte sich die herzhafte Frau zur Gegenwehr, und es begann ein hitziges Gefecht. Zu ungleich waren die Kräfte. Zwar schoß das kühne Weib zwei Insurgenten vom Pferde; aber Postillon und Pferde stürzten, von Kugeln durchbohrt, zu Boden, auch der Bediente fiel, und ihr kranker Sohn erhielt eine gefährliche Kopfwunde.
Als die Mutter die Wunde des Sohnes erblickte, erhob sie ein Klagegeschrei, griff nach dem Säbel des Verwundeten, und stürzte wüthend aus dem Wagen.
Die Insurgenten umringten sie, wanden ihr den Säbel aus der Hand, und knebelten sie an einen Baum. Die Grausamen begnügten sich damit noch nicht. Auch
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Es ist mein einziger Sohn! erwiederte die verlegene Mutter.
Zum Unglück hatte sie diese Worte mit sichtbarer Verwirrung ausgesprochen, die den Insurgenten nicht entgangen war.
Nur heraus aus dem Wagen! schrieen die Bewaffneten, wenn ihr nicht Alle erschossen werden wollt!
Einen Andern würde diese grausame Drohung in

