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den Sohn rissen sie aus der Kutsche; schleiften ihn zur Mutter, und machten Anstalten, ihn zu erschießen. Wer beschreibt die Qual der trostlosen Mutter bei dem An­blicke ihres geliebten, im Blute schwimmenden Sohnes. Ihre Marter zu erhöhen, zögerten die gefühllosen Feinde mit der Ermordung des Sohnes. Woll Verzweiflung erwartete die unglückliche Mutter keine Rettung mehr; doch auf Einmal wendete sich die Sache; ein Strahl von Hoffnung leuchtete ihr von Neuem.

In der Nahe des Walde befand sich ein Posten Nationalsoldaten. Sie hatten die Schüsse der Insurgenten gehört, und sogleich wurden fünfzig Reiter beordert, Un­

tersuchungen im Walde anzustellen. Diese führten den erhaltenen Befehl mit solcher Schnelligkeit aus, daß sie bald den unglücklichen Platz erreichten, wo die hoffnuns- lose Mutter mit ihrem Sohne ihrem Tode entgegen sah. Die Insurgenten wurden überrumpelt und niedergehauen.

Diese unverhoffte Wendung ihres Schicksals wirkte so mächtig auf das Herz der Mutter, daß sie in Ohn­macht sank. Man band sie loS, legte sie in den Wagen, spannte die Pferde zweier Nationalsoldaten vor denselben, und brachte sie nach dem ersten Nationalposten. Hier that man alles Mögliche, sie wieder ins Leben zu wel­ken. Dieß gelang. Sie schlug die Augen auf, und kam nach und nach zur Besinnung.

Forschend sah sie jetzt um sich; ihre Blicke suchten gierig den geliebten Sohn. Sie vermißte ihn. Ein neuer