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und von dem Lebe» vas Schönste, das Höchste erwarten? Ja Leben, reges Lebe» ist die erste Eigenthümlichkeit der Jugend, so wie des Frühlings. Aber auch Freude, lebendige, innige Freude findet ihr in keinem Alter in dem Grade als in jenem zarteren Alter, das man, tref­fend genug, den Frühling des Lebens zu nennen Pflegt. Freude für Alt' und Jung. O es find frohe, glückliche Jahre, die Jahre der Kindheit, die Jahre der Jugend! Freude bezeichnet jeden ihrer Schritte, Freude wacht mit ihr auf, Freude begleitet sie zu Bette. Mit Frühlingsan­muth lächelt der Jugend die Welt; Alles erscheint ihr i» rosenfarbnem Lichte; noch mindert keine drückende Sorge den Genuß der Gegenwart, kein Kummer verbittert ihr die Freuden der Erde, keine schmerzliche Täuschung er­schüttert ihre Hoffnung und ihren Glauben, und das ein­engende Gefühl der Einförmigkeit und Ungleichheit dieses Lebens macht ihr noch nicht das Dasein zur Last; sie stiegt, gleich einer Biene, von Blume auf Blume, und saugt ihre Süßigkeiten ein, sie pflückt Rosen, ohne die Dornen zu bemerken, ohne sie zu fühlen.

Glückliche Jahre des menschlichen Lebens, wo nur Leben und Freude den Menschen, als treue Gefährtinnen, begleiten! Die Alten sehen es, und freuen sich, gleich­wie über die Reize des Frühlings, über die aufblühende und heranreifende Jugend. Sie erblicken sich in dersel­ben wieder, und träumen sich gern in die glücklichen Tage zurück, wo auch sie in voller Jugendkraft der reinen, in­nigen Freuden genug genossen.