Palmen.

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nicht trennen resp. abziehen, wie die Bastrippen der genannten Baphia- Arten.

Der Raphiabast hat namentlich in der neueren Zeit eine viel­fache Verwendung gefunden, aber man unterscheidet im Handel eine feinere und gröbere Ware; die erstere stammt ausschließ­lich von Raphia pedunculata und gelangt namentlich aus Madagaskar in den Handel, die letztere wird von westafrikanischen Raphia- Arten, namentlich von R. vinifera gewonnen. Die beiden Modifikationen der Ware finden übrigens auch in dem oben geschilderten anatomischen Bau ihre Erklärung. Daß die feinere Ware die höheren Preise erzielt, bedarf keiner besonderen Erklärung. Die feinere Modifikation findet bei verschiedenen Flechtereien, z. B. für die Herstellung von Matten, Vorhängen, Hüten u. s. w., seltener für Kleidungsstücke, namentlich bei den Eingeborenen, seit uralten Zeiten Verwendung. In der neueren Zeit wird dieser Bast auch in großer Menge nach Europa ge­bracht und namentlich für die verschiedensten Arten von Bindereien in der Hortikultur benutzt; er wird den hierfür früher gebräuch­lichen Bastarten, wie z. B. dem Lindenbast u. s. w. jetzt ziemlich all­gemein vorgezogen. Für die letzteren Zwecke verwendet man auch vielfach den Bast der westafrikanischen Raphia- Arten, der übrigens von den Eingeborenen ebenfalls auch zur Herstellung von Geweben der verschiedensten Art benutzt wird.

Das weiche, aber immerhin noch einigermaßen feste Grund­gewebe (Mark) der Blattstiele wird von den Eingeborenen in ähnlicher Weise wie der Kork und als Ersatz desselben zu verschiedenen Zwecken benutzt. Selbst die Haut der Blattstiele findet ihrer großen Festigkeit wegen bei den Eingeborenen eine umfangreiche Verwendung, ins­besondere zu Flechtarbeiten, behufs deren sie von dem basalen Teile des Blattstieles aus in Längsstreifen abgezogen wird, welche oft bis weit über die Mitte der Rachis hinausreichen.

Zwischen dem Schuppenpanzer und dem Samen befindet sich eine ölreiche Schicht, welche nach Warburg namentlich mit Yams und Maniok zusammen von den Eingeborenen gern gegessen wird; das ausgepreßte Oel wird von den Frauen als Haaröl sehr geschätzt.

Der Afrikareisende J. M. Hildebrandt teilte mir seiner Zeit , also vor ungefähr 20 Jahren, mit, daß die itop&ia-Palmen Madagaskars in dem Inneren des Stammes Stärke enthielten; etwas Näheres ist seitdem dar­über nicht bekannt geworden.

2) Die westafrikanische Wein- oder Bambupalme, Raphia vinifera P. B., unterscheidet sich von der ostafrikanischen Raphia durch die sitzenden männlichen Blüten (diejenigen der Raphia pedunculata haben einen kurzen, dicken Stiel), sowie durch die länglich-eirunden Früchte (Fig. 8), deren Nährgewebe durch eine