64

IL Kapitel.

der Unterseite der Blätter, Mit anfangs orangefarbenen, später braunen, einzelligen Sporen. Bekämpfung: wie bei 5.

7) Die Bot fleckenkrank h eit der Blätter wird erzeugt durch einen kleinen Schlauchpilz, Coleroa Sacchari VAN Breda de Haan. Die Blätter erhalten dunkelrote, anfangs runde, ca. 1 cm große, später zusammenfließende Flecken (auf den abgestorbenen Blättern werden diese Flecken schwarz). Die Fruchtkörper (Perithecien) sind kugelrund, in den Asken findet man je 8 2-zellige Sporen. Bekämpfung: wie bei 5.

8) Die Ringfleckenkrankheit der Blätter wird hervor­gebracht durch einen kleinen Kernpilz, Leptosphaeria Sacchari van Beeda de Haan. Auf den Blättern treten fahl-dunkelgrüne, später in der Mitte absterbende und dann strohgelbe, rundliche, einige Millimeter große, sich nicht ausbreitende Flecken mit dunkelviolettem Rande auf. Das Blatt ist bisweilen mit diesen Flecken wie besät; die Krankheit kann in diesem Falle schon eine recht gefährliche Ausbreitung gewinnen. Die Fruchtkörper des Pilzes, Perithecien, erstrecken sich durch die ganze Dicke des Blattes, woselbst sie makroskopisch nur als feine, schwarze Punkte zu beobachten sind. Die Asken enthalten je 8 spindelförmige, 4-zellige Sporen. Bekämpfung: wie bei 5.

9) Die Augenfle ckenkrankheit der Blätt er wird verursacht durch einen Schlauchpilz, Cercospora Sacchari van Breda de Haan. Auf den Blättern entstehen runde, im Centrum vertrocknete, von einem roten bis rotbraunen Rande eingefaßte Blattflecken, welche noch von je einem gelben Hof umgeben werden, der sich in der Richtung des Blattes verlängert, wie ein Auge auf dem Pfauenschwanze. Am häufigsten tritt die Conidien- form auf, die Conidienträger sind braun und schnüren 69-zellige, große Conidien ab. Bekämpfung: wie bei 5.

10) Die B 1 a ttf 1 eck enk r ankh e it, hervorgerufen durch den Pilz Pestalozzia sp. Auf den Blättern entstehen unregelmäßig umrandete, im Inneren vertrocknete Flecken, welche von einem braunen Rande umgeben werden. Die Flecken hängen gewöhnlich zusammen und bilden dann unregelmäßige, zickzackförmige Streifen.

11) Schwarze Augenfleckenk rankheit der Blatt­scheiden, erzeugt durch einen Pilz, Cercospora vaginae Krüger. An den Blattscheiden treten große, dunkelrote Flecken auf, welche später in der Mitte schwarz werden. Die Fruchtträger sind bräunlich und haben ovale, mehrzellige Sporen. Die Infektion schreitet von Blattscheide zu Blattscheide, und zwar von außen nach innen fort. Bekämpfung: Baldiges Entfernen der infizierten Blattscheiden und Verbrennen der­selben.

12) Die Djamoer oepas, verursacht durch einen noch nicht genau bekannten Schimmelpilz. Auf den Blättern und den Blattscheiden ent­stehen eigenartige, große, braungerandete Flecken. Das silberglänzende Mycel breitet sich auf der Oberfläche des Blattes aus und ist durch Haustorien befestigt; es ist besonders auf der Blattunterseite und auf der Innenseite der Blattscheiden zu beobachten. Die befallenen Blatt­teile sterben schnell ab, nachdem sie erst dunkelfahlgrün, dann gelb geworden sind. Auf den abgestorbenen Teilen erscheinen später kleine, wellige, runde Perithecien (?) von anfangs weißer, dann gelblicher und zuletzt brauner Farbe.

Die Krankheit ist häufig und findet sich namentlich auf den unteren Blättern und auf serehkranken Pflanzen. Keimpflanzen werden schnell von dem Pilz getötet, der auch auf Saccharum spontaneum, Maranta in-