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III. Kapitel.
so daß die Ernte schon im Juni stattfindet und die Entwickelungszeit nur 3 / 4 Jahre beträgt.
Die Vermehrung erfolgt durch kleine Tochterknollen, die häufig schon etwas getrieben haben, wenn sie zur Pflanzzeit neben der Mutterknolle ausgegraben werden.
3) Dioscorea btilbifera L. var. x ), Luftknollen-Yams, auf Kischambaa tubu", am Kilima-Ndjaro bei den Wadjagga dagegen „mamaia" genannt.
Diese Art ist ursprünglich eine Pflanze des lichten Waldes resp. der Waldränder und schlingt sich daselbst von Baum zu Baum; die Frauen sammeln beim Holzholen oft die Luftknollen. Die Pflanze verlangt daher bei der Kultur ebenfalls einen etwas schattigen Standort und wird an lichteren Plätzen der Bananenschamben an Bäumen, selten an Bananen selbst kultiviert. An ihrem natürlichen Standorte pflanzt sie sich durch ihre am Ende der Vegetationszeit abfallenden Luftknollen fort, welche bei Beginn der Regenzeit wieder austreiben. Die Erdknollen erreichen oft die Größe einer starken Faust und sind sehr schmackhaft. Auch am Kilima-Ndjaro wird diese Art mehrfach gebaut, meist als Zwischenfrucht von Taro.
4) Außerdem unterscheiden die Waschambaa weißknollige Sorten, „Makolo"-Knollen, welche vielleicht zu Dioscorea sativa L. gehören und nach Holst in mehreren verschiedenen Formen auftreten:
1) Mogo ya ngombe (Ochsenherz) mit langgestreckter, armstarker und nur oben verzweigter Knolle, während das untere Ende derselben einem Ochsenherz in Form und Größe ähnelt. Das Fleisch ist gelblich und recht schleimig.
2) U e t e s a. Diese Knolle besteht aus einem armstarken Wurzelstock, der wagerecht weit in die Erde kriecht und kurze, dicke Seiten- knöllchen entwickelt. Die letzteren sind weich und mehlig und von gutem Geschmack, während der Wurzelstock selbst faserig ist.
3) Ubikaheli. Diese Sorte bildet meist flache, rundliche, kleine Knollen mit rundlichen Auswüchsen. Das Fleisch ist gelblich und außerordentlich schleimig; es löst sich während des Kochens in einen wässerigen Brei auf.
4) Kilaya mamba (Krokodilschwanz). Die Knolle ist länglich, bis 30 cm lang und 3—4 cm dick. Sie zeichnet sich durch die helle, fast glänzende, im frischen Zustande etwas rötliche, Schuppen bildende und abblätternde Haut aus. Das Fleisch ist gelblich-weiß.
5) Lusi. Die Sorte hat langgestreckte, fadenförmige (lusi = Faden), gleichmäßig dicke, unterhalb des Bodens lang hinlaufende, wenig gewundene Knollen von sehr verschiedener, manchmal 1 m erreichender Länge, und wird mitunter 3 — 3 2 / 2 cm dick. Die Schale ist nicht schuppig, das Fleisch ist gelblich-weiß und reich an Schleim, der beim Durchschneiden am Messer haften bleibt.
1) Diese Pflanze besitzt 2-lappige, etwa kantige Luftknollen, während die echte asiatische D. bulbifera L. länglich-runde Luftknollen trägt; nach W Auburg ist diese afrikanische Art wahrscheinlich von der asiatischen verschieden.

