Eßbare Früchte und Gemüse.
103
Hierzu gehören nach Engler folgende Varietäten:
a) vulgaris Risso (Malta-Limone), stets mit ungeflügeltem Blattstiel mit kerbig gesägten oder gekerbten Blattspreiten, meist eiförmigen, anfangs blaßgelben, dann dunkler gelben Früchten.
ß) Lumia (Bisso) Engler (Kalän Kaghzi in Ostindien) mit grünen Schößlingen, hellroten Blüten und sauren Früchten.
y) Limetta (Risso) Engler, mit grünen Schößlingen, weißen Blüten und süßen Früchten. Wird in Sansibar und an der ostafrikanischen Küste mehrfach kultiviert.
d) gigantea Engl. (Gulgul in Ostindien), mit 7—8 cm dicken, eiförmigen Früchten.
fi) nepalensis Engl. (Nepal u nimboo in Ostindien), mit mehr oder weniger kugeligen, blaßgelben Früchten und saurem, meist samen- losem Fruchtfleisch.
t) Gungolia Bonavia, mit keilförmigem, geflügeltem Blattstiel, mit eiförmigen oder birnförmigen, hartschaligen, bräunlich-gelben Früchten, mit saurem Fruchtfleisch.
rj) Bahari Bonavia, mit oft keilförmigem, geflügeltem Blattstiel und mit birnförmigen, gelben Früchten mit saurem Fruchtfleisch.
3) Citrus nobilis Lour. (echte M an da r i n e). Ein Strauch oder kleiner Baum mit kurzen, kaum geflügelten Blattstielen und lanzettlichen, schwach gekerbten Blättchen, mit in Büscheln stehenden, weißen Blüten, nur wenig verwachsenen Staubblättern und süßen Früchten, welche kleiner sind, als die Apfelsinen. — Die Heimat ist Cochinchina und China; auf den Sundainseln und in Südeuropa mehrfach in Kultur. Die Pflanze ist empfindlich gegen Frost und gegen heiße, trockene Winde.
11. Mango, „Muerabo", Mangifera indica L. (Anacardiaceae).
Ein 10—15 m hoher Baum, der auf einem etwa 1 m dicken Stamme eine breite Laubkrone mit abwechselnd gestellten, lederartigen, einfachen, ganzrandigen, länglichen Blättern entwickelt. Die kleinen, wohlriechenden, weißen Blüten stehen in endständigen, verzweigten Rispen. Die Frucht ist eine fleischige, annähernd nierenförmige Steinfrucht mit dickfaseriger, 2 - klappiger, zusammengedrückter Steinschale. Dieselbe umschließt einen einzigen Samen, der durch die zarte, papierdünne Testa und den nierenförmigen Embryo ausgezeichnet ist.
Das Fruchtfleisch (Mesocarp) ist sehr wohlschmeckend und die Früchte, die sog. Mangopflaumen, daher außerordentlich beliebt. Es giebt sehr viele Varietäten dieses Obstes, aber bei den schlechteren Sorten dringen die dicken Fasern der Steinschale in das Fruchtfleisch ein, durchziehen dasselbe fast der ganzen Dicke nach und machen die Frucht mehr oder weniger ungenießbar.
Die Mangobäume haben im tropischen Ostasien ihre Heimat, werden aber der wohlschmeckenden Früchte wegen in den meisten

