120

IV. Kapitel.

23. Luffa, Luffa cyiindrica (L.) Rom. (Cucurbitaceae).

Einjährige, etwas rauhe Kräuter mit 57-lappigen, meist großen Blättern. Die Ranken sind 2- und mehrspaltig. Die Blüten sind monocisch, ziemlich groß, gelb, selten weiß. Die männlichen Blüten sind gestielt und stehen in Trauben, die weiblichen stehen einzeln. Die Frucht hat die Größe und äußere Form einer Gurke, aber eine etwas härtere und trockenere Schale; sie ist 3-fächerig und enthält ein den Wänden der Fächer entsprechendes, ziemlich dichtes, stark entwickeltes Leitbündelnetz (Fasernetz). Die Samen sind seitlich zusammengedrückt, schwarz und werden in großer Anzahl entwickelt.

Die Kelchröhre ist glockenförmig, 5-zipfelig. 5 Blumenblätter, welche abstehend und meist ganzrandig sind. 5 der Mündung des Kelches inserierte Staubblätter. Das Fruchtknotenrudiment ist drüsenartig. Die weiblichen Blüten enthalten 3 Staminodien. Der Fruchtknoten ist unterständig, länglich und enthält 3 Placenten. Der Griffel ist säulen­förmig und trägt 3 Narbenlappen. Die Samenanlagen sind zahlreich und horizontal.

Verbreitung und Verwertung. Die Pflanze ist im tropi­schen Asien und Afrika einheimisch, wird aber jetzt fast in allen Tropengegenden kultiviert. Die Früchte liefern namentlich in den jüngeren Entwickelungszuständen eine beliebte Speise, ebenso die jungen Blätter, welche als Gemüse gegessen werden. Das Leitbündel­netz der Frucht liefert die bekannten Luffaschwämme, Luffahüte, Luffaschuhe u. s. w. In Ostafrika wird die Pflanzedodoki" genannt.

Bemerkenswert ist noch die var. triangularis Cogn., welche durch die von der Grundform sehr abweichende, lang-pfeilförmige Gestalt der Blätter ausgezeichnet ist und auf Sansibar sowohl als an der Küste unter dem Namenmbamia" von der Grundform unterschieden wird. Auch diese Varietät liefert eßbare Früchte.

24. Wassermelone, Citrullas vulgaris Schrad. (Cucurbitaceae).

Einjährige, niederliegende Kräuter mit einer wolligen Bekleidung, welche aus zarten, sehr dünnwandigen, aber mehrzelligen, etwas gelb­lichen Haaren besteht, und mit tief doppelt-fiederspaltigen, meist dunkel­grünen Blättern. Die Ranken sind 23-spaltig. Die Blüten sind blattwinkelständig, mehr oder weniger lang gestielt und im Verhältnis zu denen der verwandten Arten resp. Gattungen klein; sie stehen stets einzeln. Die Frucht, welche rundlich oder länglich ist, springt bei der Reife nicht auf, enthält aber zahlreiche, in einem saftigen Fruchtfleische eingebettete Samen.

Die Blüten sind monocisch; der Kelch ist glockenförmig und 5-lappig. Die Blumenkrone ist 5-teilig, breit - glockenförmig. Die Anzahl der Staubblätter ist 5, die Staubfäden sind kurz, aber je