Eßbare Früchte und Gemüse.
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sind groß, weiß und monöcisch, seltener diöcisch. Die Frucht ist außerordentlich vielgestaltig, vielfach flaschenförmig, holzig und springt nicht auf; sie enthält viele in einem schwammigen Fruchtfleische eingebettete Samen. Die Samen sind auf zwei Seiten zusammengedrückt, platt und berandet.
Die Blüten sind gestielt (die männlichen länger gestielt als die weiblichen). Der Kelch ist glocken- oder, trichterförmig, mit 5 abstehenden, lanzettlichen oder pfriemlichen Zipfeln. 5 Blumenblätter, welche nicht verwachsen, umgekehrt herz- oder eiförmig und abstehend sind. (J: 5 Staubblätter, welche der Kelchröhre eingefügt und teilweise miteinander verwachsen sind; die Antheren sind S- förmig gewunden. $: Der Fruchtknoten ist länglich - eiförmig oder cylindrisch und enthält 3 Placenten. Der Griffel ist kurz und dick, er trägt 3 2-lappige Narben. Die Samenanlagen sind zahlreich und horizontal.
Verbreitung und Verwertung. Die Pflanze ist im tropischen Asien und Afrika einheimisch, wird aber vielfach nicht nur in den Tropen, sondern auch in subtropischen wärmeren Gegenden, z. B. in den Mittelmeerländern, kultiviert.
In der seit uralten Zeiten stattfindenden Kultur hat sich eine große Anzahl von Varietäten und Abarten herausgebildet, welche namentlich in der Form der Früchte zum deutlichen Ausdruck gelangen, aber nicht sehr beständig sind.
Die Früchte, welche in Ostafrika (in den Küstendistrikten) „m'un - guni" genannt werden, sind wohl eßbar, aber nur das Fruchtfleisch einiger weniger Varietäten ist als Speise oder als Zusatz zu Speisen beliebt. Die bekannteste und verbreitetste Benutzung finden vielmehr die hohlen Fruchtgehäuse, dieCalebassen, zu dem Gebrauch als Flaschen oder ähnlichen Gefäßen.
28. Naras, Acanthosicyos horrida Welw. (Cucurbitacleae). Die Naras, eines der eigenartigsten Gewächse Deutsch-Südwestafrikas, bildet 1— V/ 9 m hohe, mehr oder weniger kugelige, dichte, grüne Strauchkonglomerate, deren Zweige (Ranken) durch reichliche Verästelungen ausgezeichnet und mit paarig gestellten, starren, grünen Dornen d. h. umgewandelten Nebenzweigen besetzt sind, welche in der Achsel sehr kleiner, schuppenartiger und meist sehr früh abfallender Blätter entspringen. Zur Ausbildung wirklicher Laubblätter mit deutlich entwickelter Blattfläche schreitet die Pflanze nicht vor, und dadurch unterscheidet sie sich ganz wesentlich von allen anderen Cucurbitaceen.
Fast nicht weniger eigenartig ist die Gestaltung der Wurzel. Während der Durchmesser der oberirdischen Triebe selten mehr als l l f 2 °der 2 cm beträgt, werden die Wurzeln 3—5 cm dick und sind umgeben von einer korkhaltigen Rinde, welche allein die Dicke von annähernd 1 / i cm erreichen kann und in ihrer ganzen Länge also für

