Eßbare Früchte und Gemüse.

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kräftigeren Pflanzen ihrer weiteren Entwickelung überlassen; die anderen 23 schwächeren Pflanzen werden entfernt, wenn sie die ersten Blätter entwickelt hatten. Die Pflanze bedarf in den höheren Lagen bis zur Reife der Samen etwa 89 Monate. Die reifen Samen werden z. T. auch auf den Markt gebracht und sollen verhältnismäßig hoch bezahlt werden.

31. Sansibar-Erbse,Schirokko'', Phaseolus Mungo L. (Leguminosae). Ein einjähriges, mehr oder weniger aufrechtes Kraut mit lang­gestielten, aus 3 breit-eiförmigen Blättchen znsammengesetzten Blättern und breitlanzettlichen, am Grunde spornartig verlängerten Nebenblättern. Die Blüten stehen in kurzgestielten, blattwinkelständigen Trauben, ihre Bracteen haben dieselbe Form wie die Nebenblätter. Die jungen Sprosse sind durch mehr oder weniger abstehende, rot-braune Haare ausgezeichnet, welche mit ihren Enden dem Vegetationspunkte abge­kehrt sind und daher wie Widerhaken erscheinen. Sie dienen den jungen, zarten Organen zum Klettern und Festhalten und fallen später, wenn die Pflanzenteile erstarkt sind, ab. Die Hülse ist sehr klein, 45 cm lang und kaum V 2 cm dick; sie ist mit Haaren be­deckt, welche auf der Haut ein Brennen verursachen, und enthält ca. 1015 grasgrüne Samen, welche, kaum V 3 so groß wie die Erbsen, nicht ganz kugelig, sondern etwas stumpfkantig-länglich sind und einen deutlichen Nabel führen.

Sehr eigenartig sind die einen wasserhellen, zuckersüßen Honig ab­scheidenden Nectarien, welche auf den wenigblütigen und gedrungenen Blütenachsen zweiter Ordnung als Punkte bemerkbar sind. Dieselben sind in einer Zickzacklinie angeordnet und ihrer Entstehung nach Narben sehr früh abgefallener Blüten. Es entstehen nämlich nach der Bildung der beiden auf den genannten Blütenachsen allein zur Entwickelung gelangenden Blüten unterhalb derselben in rückwärts schreitender Folge noch weitere Blüten. Dieselben gelangen aber kaum zur Bildung ihrer Kronenblätter, sondern fallen schon vorher nebst den Bracteen ab. Die Oberflächen­zellen der hierdurch entstandenen Narben trennen sich darauf etwas voneinander, und die genannte Sekretion tritt ein.

Verbreitung. Die Heimat dieser in den Tropen vielfach ge­bauten Pflanze ist Ostindien; Schlagintweit traf dieselbe im Himalaya noch bei ca. 2000 m im wilden Zustande an.

Verwertung. Trotz der Kleinheit der Samen geben dieselben doch eine sehr geschätzte Speise, welche in ähnlicher Weise wie unsere Gartenbohnen zubereitet wird. Die Pflanze wird in vielen Varietäten kultiviert; die auffallendste derselben giebt gelb-braune Samen, welche vollständig die Gestalt der Samen der Grundform besitzen, aber noch kleiner als dieselben sind; ihre Länge beträgt wenig mehr als 1 mm, ihre Breite kaum 1 mm.

Von anderen Arten der Gattung Phaseolus werden einige Varie-

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