Eigentliche Genußmittel.

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bar auch Dr. Fischer aufgefallen sind, am Victoria - Nyanza ge­sammelt worden, und zwar, nach dem Datum des beiliegenden Zettels, in Kawanga, bei dem Marsche, auf welchem Dr. Fischer von Kagehi aus den Nil zu erreichen suchte. Auch "Warbue. Gr hat später auf Blättern von Coffea arabica, welche bei Bukoba am Victoria-Nyanza gesammelt waren, die Infektion durch Hemileia vastatrix festgestellt. Es unterliegt also keinem Zweifel, daß Hemileia vastatrix in Centraiafrika einheimisch ist.

Der Pilz verbreitet sich in dem Gewebe des Blattes als ein reich­lich sich verzweigendes Mycel, welches dann, wenn es an die Oberfläche des Blattes gelangt - wobei es in der Regel seinen Weg durch die Spaltöffnungen nimmt Uredosporen und später auch Teleutosporen entwickelt. Die ersteren sind annähernd bohnenförmig, an der konvexen Hälfte mit kleinen Warzen bedeckt, an der anderen Hälfte dagegen glatt (daher der Name Hemileia^ d. h. halb-glatt); sie sind befähigt, bald zu keimen und die Keimschläuche weithin auf der Oberfläche des Blattes zu entwickeln, bis dieselben eine geeignete Stelle finden, um in das Innere des Blattes einzudringen, was fast ausschließlich durch die Spalt­öffnungen zu geschehen pflegt. Die Teleutosporen dagegen sind an keinem Teile mit Warzen bedeckt, sondern vollständig glatt; sie haben die Gestalt einer abgeplatteten Kugel, welche an einem ihrer Pole zu einer Spitze verlängert ist. An dem anderen Pole entwickelt sich der meist sehr dicke Keimschlauch, an dessen Endzellen die Sporidienbildung erfolgt; die Sporidien beginnen bald zu keimen und lassen ihre Keim­schläuche in ähnlicher Weise wie die Uredosporen in das Innere des Blattes eindringen. Eine wie lange Zeit vergeht, ehe die Teleutosporen ihre Keimschläuche entwickeln, ist nicht mit Sicherheit anzugeben; es scheint dies nicht durchweg gleichartig vor sich zu gehen. Mitunter keimen die Teleutosporen auch sofort.

Leider tritt nun auch der Pilz in den Kaffeeplantagen Usambaras auf, welche erst vor wenigen Jahren angelegt worden sind, da man unbegreiflicherweise infizierte Keimpflanzen resp. Sämlinge aus Java zur Anzucht verwendet hat. Anfangs hat das Auftreten der Krankheit in Afrika große Besorgnis hervorgerufen, aber ich glaube nicht, daß dieselbe in dem Maße begründet ist. Ich bin vielmehr der Ansicht, daß diese Infektion kaum ernste Gefahren für die Plantage bilden dürfte, wenn man wenigstens die Bekämpfungsmittel anwendet, welche sich bis jetzt einigermaßen bewährt haben. Die Gefahren, welche z. B. den Getreide­arten durch die ganz ähnliche und analoge Krankheitserscheinungen ver­ursachenden Rostpilze erwachsen, sind früher ebenfalls überschätzt worden. Solche Katastrophen, wie diejenige, welche Hemileia vastatrix auf Ceylon hervorbrachte, waren aber nur dadurch möglich, daß man infolge völliger Unkenntnis dem Umsichgreifen des Pilzes in keiner Weise entgegentrat.

Um mir Klarheit darüber zu verschaffen, welches die geeignetsten Bekämpfungsmittel gegen diese Blattkrankheit sind, habe ich selbst eine Reihe von Infektionsversuchen, sowie auch Untersuchungen über das Abtöten der Hemileia - Sporen l ) ausgeführt. Die hierbei gewonnenen Resultate lassen sich in folgendem zusammenfassen: I. Die Infektion durch die Sporen erfolgt leicht und in ausgiebiger

1) Beobachtungen und Bemerkungen über die durch Hemileia vastatrix ver­ursachte Blattfleckenkrankheit der Kaffeebäume. (Forstl. naturw. Zeitschr., Bd. IV, Heft 8, München 1895.)