Gewürze.

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{Oubeba officinalis Miq.) ab, dessen Heimat Südasien ist. Die Fruchtähren sind etwas länger, als diejenigen des Piper nigrum, die Beeren ungefähr von gleicher Größe, aber die Früchte sitzen anfangs dicht an der Aehren- spindel und verschmälern sich erst später an ihrer Basis stielartig; diese Stiele sind daher nicht (wie in anderen Fällen) von der Frucht abgegliedert.

Der Cubebenstrauch wird nur selten für sich allein gebaut, in der Regel dient er als Zwischenpflanzung, wo er an den Schattenbäumen oft zu einer recht stattlichen Entwicke- lung gelangt. Die Früchte, welche einen kampferartigen Geruch be­sitzen, schmecken durchaus gewürz­haft und enthalten sowohl in der mittleren Fruchtschicht, als auch in der Samenschale Krystallgruppen von C übe bin, wo es an der gleichen Stelle auftritt, wie das Piperin in der Samenschale von Piper nigruni (man vergl. S. 177).

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Fig. 78. Piper Oubeba L. f. a Frucht­stand, nat. Gr. b männliche Blüte, vergr. c Längsschnitt durch eine weib­liche Blüte, vergr. d Längsschnitt durch eine Frucht, vergr. Nach Berg und Schmidt.

10. Betelpfeffer, Piper Beile L.

Die Blätter werden beim Betelkauen verwendet, behufs dessen ein Blatt mit Kalkmilch bestrichen und darauf eine in Wasser gekochte Querscheibe einer Areca-Frucht (man vergl, bei Areca Caiechu L.) nebst Catechu oder Gambir x ) gelegt w^ird. Das Ganze wird zusammengerollt und dient als solches zum Kauen; es erhält durch den Zusatz von Kalkmilch eine rote Farbe, welche sich auch den Zähnen der Betel- kauer mitteilt. Päckchen von 2030 sorgfältig ausgebreiteten und zu­sammengebundenen Betelpfefferblättern werden in Südasien überall zum Verkauf ausgelegt.

11. Neger - oder Melegueta-Pfeffer, Xylopia aethiopica A. Rich., Habzelia aethiopica A. De. (Anonaceae). Große Bäume des tropischen Westafrikas mit abwechselnden, un­geteilten, ganzrandigen und lederartigen Blättern ohne Nebenblätter und Scheiden. Die sitzenden Blüten sind achselständig inseriert und stehen in wenigblütigen Büscheln. Die ungestielten, aus einer Blüte hervorgegangenen und am Grunde verwachsenen länglichen Früchte bilden eine Sammelfrucht und enthalten braunrote, glatte und glänzende Samen. Dieselben haben einen beißenden, pfefferartigen Geschmack, den indessen die Frucht schalen, welche schon durch den stark pfeffer- artigen Geruch auffallen, in stärkerem Maße besitzen.

1) Catechu ist ein Extrakt aus dem Holze von Acacia Catechu Willd. (man vergl. unten), Gambir eine Abkochung der Blätter und jungen Triebe von Un- caria Gambir Boxe.; beide sind reich an Gerbstoff.