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III. Kapitel. Knollen- und Zwiebelgewächse.

den angenehmen Geruch einheimischer eßbarer Pilze, der Steinpilze u. s. w. Die in Rede stehenden knollenartigen Sclerotien sind durchweg weiß, etwa 1215 cm lang und 510 cm dick. Wenn man die Sclerotien im Warmhause in einen Blumentopf mit lockerer Haideerde setzt, so daß sie oberflächlich mit dieser bedeckt sind, und bei durchschnittlich 20° C mäßig feucht hält, entwickeln sich aus ihnen nach 78 Monaten Hut­pilze (Fig. 36), deren Hut mit Ausnahme der sandfarbenen Lamellen

Fig. 36. Lentinus Woermanni Cohn et Schroet. ; Sclerotium mit den aus demselben hervorgegangenen Hutpilzen. 3 / i nat. Gr. Nach Cohn und Schroeter.

auf hellbraunem Grunde dunkel gefleckt ist, während der Stiel, namentlich an dem basalen Teil, fast schwarz wird. Cohn und Schroeter 1 ) benannten diesen Pilz Lentinus Woermanni 2 ).

1) Untersuchungen über Pachyma und Mylitta. Abh. d. Naturw. Ver. Hamburg, Bd. XI, 1891.

2) Außer den Sclerotien von Lentinus Woermanni findet sich bei Gr. Ba- tanga im Waldboden noch ein anderes Sclerotium, welches 6 kg schwer wird, aber außen schmutzigbraun, innen weiß ist. Die Eingeborenen nennen esNj'umu"; sie kauen es teils roh, namentlich bei Brustschmerzen, teils dient es ihnen nebst den auf ihm sich entwickelnden weißen Hutpilzen als Nahrungsmittel.