Eigentliche Grenußmittel.
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stachelspitzigen interpetiolaren Nebenblättern, blattwinkelständigen Blütenbüscheln, schwarzen, nicht abfallenden Beeren von der Form und Größe der Kirschen und etwa doppelt so großen Bohnen wie diejenigen von Coffea arabica L. Die Heimat ist das tropische Westafrika, wo der Baum — im Gegensatz zu Coffea arabica — in den tiefer gelegenen Teilen des Küstendistriktes mehr oder weniger häufig gefunden wird, aber eine Seehöhe von 200 m nirgends zu übersteigen scheint. Er findet seine besten Wachstumsbedingungen in der Nähe der Küste, wo ihm das feuchte und warme Seeklima ganz besonders zusagt.
Der Baum unterscheidet sich von C. arabica durch den kräftigeren Wuchs und die Größe der Bohnen; auch erreicht er ein bedeutend höheres Alter und ist ausgiebiger in der Entwicklung der Früchte. Von Hemileia vastatrix hat er in geringerem Grade zu leiden als C. arabica, da er offenbar widerstandsfähiger ist, und man hat daher vor Jahren, als C. arabica auf Ceylon durch den genannten Pilz fast vernichtet worden war, neben dem Thee auch C. liberica mit Vorteil gebaut. Das Aroma der Bohnen von C. liberica und C. arabica ist ziemlich dasselbe.
Der Anbau dieser Coffea-Art breitet sich daher weiter aus, zumal sich dieselbe auch durch Stecklinge vermehren läßt.
In der neueren Zeit hat man aber einen anderen Schädling der Coffea liberica, den Borkenkäfer Apate franciscea F., aufgefunden. Bei Sebbe im Togogebiete wurden Larven und Käfer der genannten Art in 4—5-jährigen Kaffeebäumchen (C. liberica) beobachtet, und zwar in einem Kanäle, welchen das Tier im Stamme des Baumes gebohrt hatte. Die Oeffnung dieses Kanales befand sich nach den Mitteilungen aus Sebbe meistens in der unteren Hälfte des Stammes, der Kanal selbst aber erstreckte sich bis oben. Die in der Nähe dieses Kanales befindlichen Zweige und Blätter wurden schwarz und starben ab. Das Tier vermag also die Kaffeebäume in sehr erheblicher Weise zu schädigen und somit für die Plantage selbst eine große Gefahr zu bilden. Die befallenen Bäume sind offenbar verloren, und man wird gut thun, dieselben bis zur Wurzel abzuhauen und zu verbrennen. Außerdem wäre — nach Analogie der erprobten Bekämpfung einheimischer Borkenkäfer — der Versuch zu empfehlen, die Tiere zu fangen, und zwar durch Legen von Fangbäumen oder durch Aufstellen von Fangschüsseln, welche man mit Fleischabfällen oder besser wohl mit stärkereichen Pflanzenteilen, im vorliegenden Falle also z. B. mit trockenen Maniokwurzeln und dergl. anfüllt. Die letztere Methode dürfte wohl die meisten Erfolge versprechen; in der Praxis wird es nicht schwer sein, die richtige Auswahl der Fangmittel zu finden.
Sadebeck, Kulturgewächse d. deutschen Kolonien.
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