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VIII. Kapitel.

weiter zubereiteten, gekochten Form (man vergl. auch bei Irvingia gabunensis Baill.).

4. Mahagoni-Nüsse, Parinarium-Arten (Rosaceae).

Die Parinartum- Arten bilden hohe, immergrüne Bäume mit alter­nierenden, etwas dicken und lederartigen, ganzrandigen Blättern und schmalen, spitzen Nebenblättern. Die Blütenstände sind doldentraubig oder rispig. Die Frucht ist eine eiförmige oder kugelige Steinfrucht mit einem faserigen oder fleischigen Mesocarp, einer knochenharten Steinschale (Endocarp) und aufrechten Samen, deren Cotyledonen fleischig sind; ein Nährgewebe fehlt.

Verwertung. Die Samen vieler Arten (z. B. P. glaberrimum) sind sehr ölhaltig, aber das noch wenig untersuchte Oel mancher Arten wird leicht ranzig; andere Arten (z. B. P, macrophyllum Sa­bine) haben ein süßes, eßbares Mesocarp. Die Gattung ist in den Tropen verbreitet, in Südamerika, Afrika, Südasien, im polynesischen Gebiet u. s. w.

Die Nüsse werden häufig ihres Oelgehaltes wegen nach Hamburg gebracht, haben aber in der Industrie noch keine nennenswerte Ver­wendung gefunden. Das ostafrikanische Parinarium Mobola Oliv. (Mola" oderMobola Plum") hat trotz des ölhaltigen Samens keine Verbreitung im europäischen Handel gefunden, und nicht besser werden die westafrikanischen Nüsse beurteilt, welche in der Heimat unter den NamenMabo-Samen",M'Poga Nuts",Iku" der Jorubas,Niko Nuts" oderNiko Seeds" bekannt sind.

5. Dika-Baum, Irvingia gabunensis Baill. (Simarubaceae).

Ein etwa 2530 m hoher, im tropischen Westafrika mehr oder weniger verbreiteter Baum mit langen Zweigen, welche erst nach den Enden zu reichlicher verästelt sind. Die Blätter stehen abwechselnd, sind kurz gestielt (der Blattstiel ist ca. V a cm lang), etwa 10 cm lang und 46 cm breit, ganzrandig, ungeteilt und lederartig. Die jungen, in den Blattachseln stehenden Zweige werden von den Nebenblättern, welche zu den letzten Blättern gehören, bis zur Zeit ihrer Entfaltung vollständig eingehüllt.

Die Blüten sind zwitterig, enthalten 45 Kelchblätter, ebenso viele, aber längere Blumenblätter, 810 Staubblätter und 2 vollständige, ver­wachsene und vereinte, oberständige Fruchtblätter. Die Frucht ist eine grüne, eirunde, ziemlich große Steinfrucht mit einem weichen, saftigen, aber von Fasern durchzogenen Mesocarp. Das Endocarp ist dick und knochenhart und bildet einen länglichen, zu zwei Seiten zusammen­gedrückten Kern, in welchem der Same liegt. Die Samenschale hat zwei Schichten, von denen die äußere glänzend ist; ein Nährgewebe fehlt. Der Embryo ist durch die großen, dicken und fetthaltigen Cotyle-