Eigentliche G-ejoußmittel.
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chen die Form einer Halbkugel erhält und die Bildung neuer Seitentriebe veranlaßt wird. Es ist überhaupt zu empfehlen, die Bäumchen kaum auf 1 m Höhe wachsen zu lassen. Auf Ceylon scheint man die Bäumchen regelmäßig auf ca. 0,6 m zurückzuschneiden, man kann dann schon nach 2 Monaten die ersten Blattknospen wieder pflücken, denen ungefähr alle 2 Wochen weitere Ernten folgen, ohne daß die späteren Ernten in gleicher Weise minderwertig werden wie bei dem chinesischen Thee (man vergl. unten).
Die Verarbeitung des eingesammelten Laubes ist außerordentlich verschieden; auch stellt man aus demselben je nach Wunsch den schwarzen oder den grünen Thee her. Den grünen Thee erhält man, wenn man das frische Laub kurze Zeit der Einwirkung heißer Wasserdämpfe aussetzt, also dämpft, da hierdurch die grüne Farbe mehr oder weniger fixiert wird. Wenn man dagegen die geernteten Knospen resp. jungen Blätter an der Luft oder an der Sonne trocknet, also nicht dämpft, erhält man nach der weiteren Behandlung den schwarzen Thee. In China bereitet man schwarzen und grünen Thee (man vergl. unten), in Japan nur grünen Thee, in Indien, auf Ceylon, Javau. s.w., wo ausschließlich Thea assamica gebaut wird, nur schwarzen Thee. Dies würde sich auch für die Versuche empfehlen, welche man an den Abhängen des Kilima-Ndjaro begonnen hat.
Während die Herstellung der Ware bisher nur auf Handarbeit beruhte, verwendet man in Indien, auf Ceylon, Java u. s. w. jetzt mehrfach Maschinen, welche durch Dampf oder Wasser getrieben werden und die gesammelten Theeblätter in 2—3 Tagen für den Versand fertig stellen. Allerdings muß für die Bereitung des schwarzen Thees das geerntete Laub der jungen Triebe zunächst sortiert und dann auf Bambushürden u. dergl. bis zum Welkwerden getrocknet werden, ehe man es in die durch Dampf getriebenen Preß- und Bollmaschinen bringt. Darauf werden die dadurch entstandenen kleinen Röllchen von Blättern, welche trotz des starken Druckes noch Feuchtigkeit enthalten, wiederum auf Bambushürden ausgebreitet, wobei — ob infolge einer Art Gärung? — sich das Aroina des Thees, welches bisher weder an den frischen, noch an den getrockneten Blättern zu bemerken war, entwickelt 1 ).
1) E. Schmidt, Ceylon, 1897, pag. 62 ff., giebt eine vortreffliche Schilderung über die Bereitung des schwarzen Thees auf Ceylon: „Wenn die Blätterernte zur Fabrik gebracht und gewogen ist, beginnt der Prozeß, der die immergrünen, lederartigen, feingezähnten, breit-ovalen Blätter zu den kleinen, braunen, trockenen Röllchen des fertigen Thees formt. Zuerst läßt man sie, um ihnen die Steifheit zu nehmen, in dünnen Lagen auf Hürden von Baumwollstoff ausgebreitet, welken; bei der hohen Temperatur sind sie meist schon in 12-24 Stunden weich und biegsam geworden. Dann erhalten sie ihre Eollenform in sinnreichen, durch Dampf getriebenen Rollmaschinen, von welchen in der Fabrik zwei Arten in Thätigkeit sind: ein am Boden mit vorspringenden Rippen versehener Behälter nimmt die Blätter auf, über die eine schwere Eisenplatte, die gleichfalls Rippen trägt, entweder in

