Gewürze.
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nommen. Auf welche Weise kann man nun diese Verfälschungen erkennen V
Der anatomische Befund zeigt keine derartigen Verschiedenheiten des Gewebes der Macisarten, daß eine anatomische Untersuchung uns über die Anwesenheit einer der wertlosen Macisarten mit Sicherheit aufklären könnte. Auch die Thatsache, daß das Gewebe der wilden Bombay-Macis nur in der nächsten Umgebung der die Droge vielfach durchziehenden Oelbehälter etwas Farbstoff enthält, sonst aber farblos ist, während das parenchymatische Gewebe der echten und der Papua-Macis ganz durchweg mit Farbstoff erfüllt ist, läßt sich zu einer sicheren Erkennung nicht verwerten, weil auch bei den beiden zuletzt genannten Arten der Farbstoff nicht immer mit Sicherheit sich nachweisen läßt. Dagegen liefert der durch charakteristische Farbenreaktionen ausgezeichnete Inhalt der Sekretbehälter ziemlich sichere Anhaltspunkte. Erwärmt man nämlich das Pulver der wilden Bombay-Macis mit einer verdünnten Kaliumchromat-Lösung auf dem Objektträger, so nehmen die Sekretbehälter der wilden Bombay-Macis sehr bald eine schmutzig-rotbraune oder braune Färbung an. Hierauf beruht die von W. Busse empfohlene makroskopische Chromatprobe: 1 ccm des alkoholischen Auszuges der zu untersuchenden Droge wird mit der dreifachen Menge Wasser im Reagensglase gemischt und nach Zusatz von Kaliumchromat bis zum Sieden erhitzt. War die Probe rein, d. h. echte Macis, so bleibt die Flüssigkeit reingelb, liegt aber ein Zusatz von wilder Bombay-Macis vor, so erscheint die Flüssigkeit sehr bald lehmig-ockerfarben bis sattbraun. Namentlich durch diese Reaktion ist man imstande, die Gegenwart von wilder Bombay-Macis in einem Pulver nachzuweisen, in welchem auch nur geringe Mengen derselben enthalten sind.
Geschichte. Die Muskatnüsse sind nebst der Macis wahrscheinlich zuerst durch arabische Aerzte nach Kleinasien und Aegypten gebracht worden und gelangten spätestens im 11. Jahrhundert nach Europa. Anfangs dienten sie hauptsächlich als Räuchermittel, wie z. B. noch bei der Krönung Kaiser Heinrichs VI. im April 1191 in Rom, wo als solche Balsama, Thus, Myristica, Ambra u. s. w. genannt werden. Andererseits aber führte Joannes Actuarius, der Ende des 12. Jahrhunderts Hofarzt in Konstantinopel war, die Muskatnuß als „nux unguentaria, quam myristicam appellant" unter den von ihm beschriebenen Medikamenten auf. Die heilige Hildegard kannte schon in der Mitte des XII. Jahrhunderts die Muskatnuß und bespricht dieselbe neben Galgant, Ingwer, Zitwer, Kampfer u. s. w. als indische Handelsware und Droge. In einem Festspiele zu Treviso 1214 gehörte die Muskatnuß bereits zu den Handelswaren und Spezereien, mit welchen geworfen wurde, kann also wohl kaum noch sehr selten gewesen sein. Im Jahre 1228 wurde auf die Einfuhr der Muskatnüsse

