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man spitzige Stöcke in die Erde, um den Gegner in seinen Bewegungen zu hindern. Als Waffen verwendet der Gazellebewohner die Schleuder im Fernkampfe; im Nahkampfe gebraucht er Speer und Keule. Da­gegen fehlt ihm der Bogen und merkwürdigerweise auch der Schild, der, von den Bergvölkern abgesehen, bei allen bekannten Volksstämmen Neupommerns in Gebrauch zu sein scheint, aber in Neumecklenburg unbekannt ist.

Es ist vielfach die Meinung verbreitet, die Melanesier pflegten ihre Waffen nicht zu vergiften. Das scheint aber den Tatsachen nicht zu entsprechen, denn ein alter Missionar versicherte mir, daß es bei den Varzinvölkern früher üblich gewesen sei, die Speere mit dem Gifte der Batal- oder Carrapflanzen zu vergiften, deren bloße Berührung schon geeignet sei, eine Krankheit hervorzurufen. Die Pflanze, welche in Paparatava allgemein bekannt ist, soll zerstäubt und die Speerspitze mit dem Blattstaube eingerieben worden sein.

Meistenteils endigen die Kämpfe, wenn auf der einen oder der anderen Seite ein Mann gefallen ist. Aber nicht immer nimmt der Kriegszug einen so friedlichen Verlauf. Ist es dem Angreifer gelungen, sich unbemerkt an das Gehöft des Gegners heranzuschleichen, so überfällt er, meist in früher Morgenstunde, die ahnungslosen, oft noch in tiefer Buhe liegenden Bewohner unter wildem Geheul. Männer, Frauen und Kinder werden getötet oder zu Gefangenen gemacht, Hütten und Pflanzungen werden zerstört. Die Gefangenen, auch Frauen und Kinder, werden entweder zu Sklaven gemacht oder an Ort und Stelle getötet, zerlegt und die einzelnen Stücke unter die Teilnehmer am Zuge verteilt, als Festschmaus beim kannibalischen Gelage.

Oft verbanden sich mehrere Gaue gegen einen gemeinsamen Gegner. Die Varzinleute, insbesondere die Vairiki, Tamanairiki und Viviren haben immer gemeinsame Sache gemacht, wenn es galt, die unglücklichen Butam oder die Tauiil zu vernichten. Die großen Alangsteppen am Varzin sollen besonders beliebte Fehde- und Kampf­felder gewesen sein.

Heutzutage gibt es auf der Gazellehalbinsel, soweit der Arm der Regierung reicht, keine Fehden und Kriege mehr, und die Folge davon ist, daß die Bewohner verschiedener Gaue und die verschiedenen Völker die Tauiil nicht ausgeschlossen das alte gegenseitige Mißtrauen abzulegen und einander näherzutreten beginnen. Die Feste und Tänze, zu denen sich auch Bewohner anderer Gaue gern