einfinden, bieten reichlich Anlaß zu persönlichen Freundschafts­bündnissen.

So kann denn der Eingeborene sich nunmehr voll und ganz den Geschäften des Friedens widmen, ohne befürchten zu müssen, daß die Frucht seiner Arbeit von Feindeshand zerstört und er selbst in die Gefangenschaft abgeführt wird.

Die Hauptbeschäftigung des Gazellebewohners ist der Ackerbau, und die Pflanzungs- und Feldfrüchte machen demgemäß auch den Hauptbestandteil seiner Nahrung aus. Die wichtigsten Kulturpflanzen sind Kokospalme, Banane und Taro. Außerdem pflanzt man Jam, Eibika ([Iingir] spinatartiges, sehr wohlschmeckendes Gemüse), Süß­kartoffel, Zuckerrohr, Arekapalme zur Gewinnung der Betelnuß und auch Tabak, indessen verdrängt der beliebte, von Europäern ein­geführte Stangentabak, der auch als Zahlmittel dient, immer mehr die einheimische Tabakpflanze.

Eine planmäßige Bodenkultur mit Düngung des Bodens ist bei den Eingeborenen unbekannt. Der Mann rodet ein Stück Busch und zündet das trockene Holz an, wobei es nichts ausmacht, wenn starke, halbverkohlte Stämme stehen bleiben. Hierauf gräbt er ein Loch in die Erde und setzt die Taroschößlinge hinein. Da die Taropflanze (Colocasienart) 1 den Boden schnell verbraucht, so sieht sich der Ein­geborene genötigt, alle zwei Jahre das Feld zu wechseln. Die Jams werden durch Knollen weitergepflanzt und ranken sich an Stöcken empor. Mit Kopra (getrocknetem Kokosnußfleisch) und auch mit Taro und Jam treiben die Eingeborenen Handel. Die europäischen Händler sind gerne bereit, den Eingeborenen ihre Pflanzungsprodukte, insbesondere die Kopra, gegen Geld und Waren abzunehmen.

Von der Arbeitsteilung bei der Feldarbeit ist schon früher die Rede gewesen.

An der Küste wird neben dem Ackerbau auch die Fischerei betrieben. Man bedient sich hierbei des Fischspeers (pädik), der Angel, sowie verschiedener Arten von Reusen und Netzen. Bei dem Riffange gebraucht man kleine Netze (pakär), während man das große, mit Senker und Schwimmer versehene Fischnetz (tal) zum Absperren der Fische in der See verwendet. Eine besondere Art von großen

1 Colocasie und Banane stammen aus dem tropischen Asien. Vermutlich haben die ersten Einwanderer, die, wie man annimmt, aus Asien herübergekommen sind, diese Nutzpflanzen mitgebracht.